Eventmarketing mit KI: So wird Dein Event gefunden und richtig empfohlen

Jeder fünfte Eventbesucher hat in einer neuen Befragung schon mit KI nach Anlässen gesucht. Damit Dein Event dort korrekt erscheint, brauchst Du klare Inhalte, stabile Programmdaten und Sorgfalt mit persönlichen Interessen. Mit 60-Minuten-Check.
Gut besuchte Messe im JED von der Galerie aus fotografiert, mit langen Ausstellungsreihen und Besuchenden.

Immer mehr Gäste lassen sich von KI bei der Eventwahl und Vorbereitung helfen. Damit Dein Anlass in diesen Empfehlungen korrekt erscheint, brauchst Du klare Inhalte, stabile Daten und einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Interessen.

Blog · ca. 11 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

›Im Freeman Trends Report Q4 2026 haben 21 Prozent der befragten Teilnehmenden und 25 Prozent der Ausstellenden KI bereits zur Eventsuche genutzt.

›Von den Teilnehmenden, die KI dafür einsetzen, sagen 53 Prozent, dass KI verändert hat, welche Events sie in Betracht ziehen.

›Die wichtigsten Grundlagen bleiben menschlich: klare Zielgruppe, konkreter Nutzen, detailliertes Programm, sichtbare Ausstellende, verlässliche Zeiten und eine verständliche Anreise.

›Strukturierte Daten helfen Suchsystemen, ersetzen aber keine aktuelle, öffentlich sichtbare Eventseite und garantieren keine Platzierung.

›Personalisierte Empfehlungen brauchen einen klaren Zweck, verständliche Information und so wenige Personendaten wie möglich.

›Am Ende findest Du einen 60-Minuten-Check für Website, Programm, Partnerseiten und KI-Antworten.

 

Eine Einkäuferin aus einem Spital fragt ihren KI-Assistenten: Welche Schweizer Fachveranstaltung hilft mir, neue Lösungen für den Klinikalltag zu vergleichen? Der Assistent prüft Eventseiten, Medienberichte, Verbandsseiten und weitere öffentliche Quellen und nennt drei Anlässe. Einer davon ist längst vorbei. Beim zweiten fehlt das Programm. Beim dritten sind Datum, Zielgruppe, Aussteller, Sessions und Anreise klar beschrieben. Welcher Anlass landet wohl auf der Shortlist?

Eventmarketing beginnt damit nicht mehr zwingend auf Deiner Website. Der erste Kontakt kann in ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity oder einem Branchenassistenten stattfinden. [3] Das verschiebt die Aufgabe: Deine Eventseite muss weiterhin Menschen überzeugen und zugleich so eindeutig sein, dass Maschinen die richtigen Fakten erkennen und zusammenführen. Wie KI die Suche nach der passenden Location verändert, haben wir im Beitrag Venue Sourcing mit KI beschrieben. Hier geht es um die andere Seite: Wie entscheidet ein möglicher Gast, ob Dein Anlass zu ihm passt?

 

Die Evententscheidung fällt lange vor dem Check-in

Veranstalter sehen meist zuerst, wann jemand ein Ticket löst. Die eigentliche Entscheidung beginnt früher. Der Freeman Trends Report untersucht genau diese Phase vom ersten Entdecken bis zum Badge. Grundlage ist eine Befragung vom September 2026 mit 3’459 Personen: 2’272 Teilnehmenden und 1’187 Ausstellenden. 70 Prozent der Teilnehmenden bezogen sich auf Fachmessen, 30 Prozent auf Konferenzen, 77 Prozent von ihnen kamen aus den USA. [1] [2] Die Ergebnisse zeigen also eine internationale Richtung mit deutlichem US-Schwerpunkt, keine Schweizer Marktquote.

 

Zahlen zum Thema

KI ist bereits eine Auswahlstufe

21 %

der Teilnehmenden haben KI schon zur Eventsuche genutzt. [1]

25 %

der Ausstellenden ebenso, auch Standbuchung und Sponsoring beginnen also mit maschinell unterstützter Recherche. [1]

53 %

der KI-Nutzenden unter den Teilnehmenden sagen, KI habe verändert, welche Events sie in Betracht ziehen. [1]

Woran Teilnehmende festmachen, ob sich der Besuch lohnt [1]

Seite mit Ausstellerliste oder Hallenplan55 %

 

Passende Lernangebote54 %

 

Seite mit detailliertem Programm49 %

 

Abgleich des Programms mit den beruflichen Zielen49 %

 

Was das für die Planung heisst: 84 Prozent der Teilnehmenden entscheiden sich mindestens einen Monat vor der Anmeldung. [1] Wert und Programm müssen also sichtbar sein, bevor die Registrierungswelle beginnt. Wer dort sein wird und was es zu sehen gibt, ist ein zentrales Signal, konkrete Sessions helfen mehr als ein allgemeines Versprechen.

Freeman Trends Report: The Pre-Event Edition, Q4 2026. Befragung im September 2026, 2’272 Teilnehmende und 1’187 Ausstellende, 77 Prozent der Teilnehmenden aus den USA. Keine Schweizer Erhebung. Die Balken stammen aus zwei Fragen (genutzte Websiteseiten und Kriterien für den Nutzen), Mehrfachnennungen.

 

Die Zahlen sagen nicht, dass klassische Kanäle verschwinden. Kolleginnen und Kollegen, Lieferanten und Fachverbände bleiben im Freeman Report wichtige Quellen. [1] KI kommt als zusätzliche Auswahlstufe hinzu. Sie bündelt Hinweise, verkürzt Longlists und formuliert eine Empfehlung, bevor Deine eigene Seite überhaupt geöffnet wird.

 

Die IFAS zeigt, wie das in der Schweiz aussieht

Die IFAS 2026 fand vom 20. bis 22. Oktober in der Messe Zürich statt. Auf ihrer Website konnten Besuchende ihre Interessen angeben und personalisierte Empfehlungen für den Messebesuch erhalten. [5] Die Plattform verbindet Aussteller, Beiträge, Themen, Programm und Hallenplan mit Merkliste, Terminen und einem persönlichen Newsfeed. Die Community 365 führt diese Ebene über die drei Messetage hinaus weiter. [6]

Für Veranstalter ist das interessant, weil Personalisierung hier nicht erst im Messegang beginnt. Sie unterstützt drei Aufgaben nacheinander: passende Inhalte entdecken, den Besuch bewerten und einen konkreten Plan bauen. Genau diese Abfolge beschreibt auch der Freeman Report. Die veröffentlichten IFAS-Zahlen stammen von der Ausgabe 2024 und belegen Grösse und Zielgruppe der Messe. [7] Wie viele Personen 2026 Empfehlungen nutzten und ob daraus mehr Termine oder bessere Gespräche entstanden, war bis zum Redaktionsschluss nicht öffentlich. Der Fall zeigt also eine Architektur, keinen Wirkungsnachweis.

 

Drei Informationsschichten statt einer Eventseite

Eine gute Eventseite verkauft nicht nur Tickets. Sie beantwortet nacheinander drei verschiedene Fragen. Wer diese Schichten trennt, kann Inhalte gezielter pflegen und sieht schneller, wo ein KI-System raten müsste.

PhaseFrage des GastesNotwendige InhalteVerantwortung
FindenPasst dieser Anlass grundsätzlich zu meiner Aufgabe?Name, Datum, Ort, Zielgruppe, Nutzen, Themen, Veranstalter, StatusMarketing und Redaktion
BewertenLohnt sich Zeit, Reise und Budget?Programm, Lernziele, Referierende, Ausstellende, Zugang, Preise, Formate, Belege früherer AusgabenProgramm, Sales und Kommunikation
VorbereitenWie hole ich vor Ort den grössten Wert heraus?Sessionzeiten, Räume, Termine, Merkliste, Kontakte, Anreise, Barrierefreiheit, aktuelle ÄnderungenOperations, Registration und Gästeservice

1 Finden: Die Basisdaten müssen ohne Rätsel funktionieren

Beginne mit einer stabilen Hauptseite für den Anlass. Dort stehen offizieller Name, Start und Ende, physischer Ort, Veranstalter, Zielgruppe, Sprache, Anmeldestatus und eine kurze Antwort auf die Frage: Welches Problem hilft dieser Anlass zu lösen? Diese Angaben gehören als sichtbarer Text auf die Seite. Ein Key Visual mit Datum ist Gestaltung, aber keine verlässliche Datenquelle. Ein PDF-Programm kann ergänzen, sollte die wichtigsten Fakten jedoch nicht verstecken.

Achte besonders auf den Wechsel zur nächsten Ausgabe. Verschwindet die alte Seite oder entsteht jedes Jahr eine neue Domain, verlieren Menschen, Suchmaschinen und KI-Systeme den Zusammenhang. Im schlimmsten Fall hält eine KI einen laufenden Anlass für abgesagt. [4] Besser ist eine dauerhafte Struktur mit einer Seite je Ausgabe, sichtbarem Status und Links zwischen vergangenem, aktuellem und nächstem Termin. Ein abgesagter oder verschobener Anlass bleibt online und erhält einen eindeutigen Hinweis.

2 Bewerten: Der Nutzen braucht Belege

Allgemeine Versprechen wie Austausch, Inspiration und Innovation helfen bei einer Auswahl kaum. Zeige stattdessen, für welche Rollen das Programm gedacht ist, welche Fragen einzelne Sessions beantworten und welche Lösungen oder Anbieter vor Ort geprüft werden können. Nenne auch Format und Tiefe: zwanzigminütiger Impuls, moderierte Diskussion, Hands-on-Demo, vertraulicher Roundtable oder buchbarer Beratungstermin.

Laut Freeman prüfen 54 Prozent der Teilnehmenden passende Lernmöglichkeiten, 49 Prozent gleichen das Programm mit ihren beruflichen Zielen ab. [1] Daraus folgt eine einfache redaktionelle Regel: Jede Session braucht mehr als Titel und Name. Ergänze Zielgruppe, Ergebnis, Niveau, Sprache, Dauer und verantwortliche Person. So verstehen Menschen und Systeme, weshalb zwei ähnlich klingende Programmpunkte nicht austauschbar sind.

3 Vorbereiten: Aus Information wird ein persönlicher Plan

Nach der Anmeldung brauchen Gäste weiterhin Orientierung. Zwei Drittel der Teilnehmenden wünschen sich, dass KI bei der Vorbereitung eine Rolle spielt. [1] Wer sie schon dafür einsetzt, fragt vor allem nach Ausstellenden, Kontakten und dem eigenen Zeitplan:

 

Zahlen zum Thema

Wofür Teilnehmende KI bei der Vorbereitung nutzen

Teilnehmende, die KI bereits zur Vorbereitung nutzen [1]

Welche Ausstellende sie besuchen sollen47 %

 

Mit wem sie sich vernetzen sollen44 %

 

Einen persönlichen Zeitplan erstellen43 %

 

Alle Teilnehmenden: Hier wünschen sie sich KI-Hilfe [1]

Passende Ausstellende finden34 %

 

Die eigene Agenda personalisieren31 %

 

Kontakte und Fachleute finden30 %

 

Diese Aufgaben lassen sich nur lösen, wenn Sessions, Ausstellende, Themen, Orte und Zeiten sauber miteinander verbunden sind. Ohne verknüpfte Daten hat auch die beste KI nichts, woraus sie eine Agenda bauen könnte.

Freeman Trends Report: The Pre-Event Edition, Q4 2026, Mehrfachnennungen. Obere Werte: nur Teilnehmende, die KI schon zur Vorbereitung einsetzen; untere Werte: alle befragten Teilnehmenden.

 

Eine Merkliste ist ein guter Anfang. Nützlicher wird sie, wenn sie Konflikte erkennt, Wege berücksichtigt und Änderungen sichtbar macht. Auch ohne eigene KI-Funktion kannst Du die Vorbereitung erleichtern: mit filterbaren Programmdaten, klaren Kategorien, exportierbaren Kalendereinträgen und einer kompakten Übersicht je Zielgruppe. Wichtig ist, dass die öffentliche Grundinformation aktuell bleibt. Eine personalisierte Oberfläche darf keine zweite Wahrheit erzeugen.

 

Zwölf Felder für jeden Programmpunkt

Eine belastbare Programmdatenstruktur muss nicht kompliziert sein. Diese zwölf Felder decken die wichtigsten Fragen für Website, App, Gästeservice und KI-Empfehlung ab:

›eindeutiger Titel ohne interne Abkürzungen

›Datum, Start, Ende und Zeitzone

›Raum oder klar bezeichnetes Online-Format

›Zielgruppe und erwartetes Vorwissen

›konkrete Frage oder Herausforderung

›Lernziel oder erwartetes Ergebnis

›Format und Beteiligungsgrad

›Referierende mit Rolle und Organisation

›Sprache sowie Untertitel oder Übersetzung

›Zugangsart, Kapazität und Buchungsbedarf

›Themen und verknüpfte Ausstellende oder Angebote

›Status, letzte Aktualisierung und Kontakt für Rückfragen

 

Diese Felder helfen auch intern. Die Technik erkennt Raum und Dauer, der Gästeservice sieht Zugang und Sprache, das Marketing kann Nutzen und Zielgruppe kommunizieren, und die App erhält eine konsistente Grundlage. Strukturierte Information wird so kein reines SEO-Projekt, sondern ein gemeinsamer Produktionsstandard. Warum eine einzige verlässliche Datenquelle auch bei Ausfällen trägt, zeigt unser Beitrag Eventsoftware ausfallsicher planen.

 

Strukturierte Daten helfen, sind aber kein Rankingversprechen

Schema.org beschreibt mit dem Typ Event ein gemeinsames Vokabular für Veranstaltungen, etwa Name, Zeit, Ort, Veranstalter und Ticketangebot. [8] Google dokumentiert, wie solche Angaben in Eventseiten eingebunden und mit einem Test geprüft werden. Dabei verlangt Google für jede Veranstaltung eine eigene Seite mit eindeutiger Adresse. Mehrtägige Anlässe brauchen Start und Ende, Vorstellungen an verschiedenen Tagen mit eigenen Tickets je einen separaten Eintrag. [9]

Das ist nützlich, aber keine Abkürzung zu garantierter Sichtbarkeit. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass korrekte strukturierte Daten keine Darstellung als erweitertes Suchergebnis garantieren. [9] Für KI-Empfehlungen gibt es erst recht keine sichere Platzierung. Deshalb gilt die Reihenfolge: zuerst korrekter sichtbarer Inhalt, dann technische Auszeichnung, danach Prüfung in Suchwerkzeugen und KI-Systemen.

 

Personalisierung beginnt mit einem klaren Zweck

Wer Interessen abfragt, bearbeitet Personendaten. Das Schweizer Datenschutzgesetz verlangt, dass Zweck, Umfang und Verwendung verhältnismässig bleiben. Der EDÖB betont Datenschutz durch Technik und datenschutzfreundliche Voreinstellungen: Schon bei der Planung soll nur das notwendige Mindestmass bearbeitet werden. [10] Zudem müssen Betroffene verständlich erfahren, wer ihre Daten zu welchem Zweck nutzt und an wen sie allenfalls weitergegeben werden. [11]

Für eine Eventempfehlung ist meist keine vollständige Berufsbiografie nötig. Oft reichen drei bis fünf selbst gewählte Interessen, die aktuelle Rolle und ein klares Besuchsziel. Gib Gästen die Möglichkeit, Empfehlungen auch ohne öffentliches Profil zu erhalten. Trenne Merkliste, Kontaktfreigabe und Marketingeinwilligung. Und lege fest, wann Interessen gelöscht oder anonymisiert werden. Was KI in der Eventplanung sonst regelt, steht in unserem Beitrag KI in der Eventplanung. Personalisierung wirkt stärker, wenn sie Vertrauen verdient.

 

Der 60-Minuten-Sichtbarkeitscheck

Der Test funktioniert für Kongresse, Fachmessen, Kundenanlässe und grössere Corporate Events. Nimm die aktuelle Eventseite, das Programm und zwei externe Partnerseiten. Eine Person führt durch, eine protokolliert.

MinuteSchrittErgebnis
0 bis 10FakteninventarName, Datum, Ort, Zeitzone, Zielgruppe, Preis, Status und Kontakt auf der Hauptseite prüfen.
10 bis 20Drei echte FragenJe eine Suchfrage aus Sicht von Teilnehmenden, Ausstellenden und Vorgesetzten formulieren.
20 bis 35KI-VergleichDieselben Fragen in zwei KI-Systemen stellen. Antworten, Quellen und Unsicherheiten festhalten.
35 bis 45QuellenabgleichFehler gegen Hauptseite, Programm und Partnerseiten prüfen. Widersprüche direkt zuordnen.
45 bis 55PrioritätenDie fünf Änderungen wählen, die Entscheidung oder Vorbereitung am stärksten verbessern.
55 bis 60VerantwortungFür jede Änderung Person, Frist und nächsten Prüftermin festlegen.

Diese Fragen sollten die Systeme beantworten können

›Für wen ist der Anlass gedacht, und welche berufliche Aufgabe löst er?

›Wann und wo findet er statt, in welcher Sprache und mit welchem Zugang?

›Welche drei Programmpunkte passen zu einer konkreten Rolle oder Herausforderung?

›Welche Ausstellenden oder Gesprächspartner sind für dieses Ziel relevant?

›Welche Angaben sind bestätigt, welche fehlen, und wo steht die Primärquelle?

 

Dokumentiere nicht nur, ob Dein Anlass genannt wird. Prüfe vor allem, ob Datum, Ort, Zielgruppe und Nutzen stimmen. Eine falsche Empfehlung mit richtigem Eventnamen ist gefährlicher als gar keine, weil sie Vertrauen erzeugt und später enttäuscht. Wiederhole den Test bei der Programmfreigabe, nach grösseren Änderungen und zwei bis drei Wochen vor dem Anlass.

 

Fünf Kennzahlen für die Phase vor dem Event

Nicht jede KI-Empfehlung lässt sich technisch als Quelle erfassen. Kombiniere deshalb Webdaten mit einer kurzen Frage in der Anmeldung. Miss keine scheinbare Präzision, sondern Entscheidungen:

01

KI als Auslöser: Anteil der Anmeldungen, die KI als Entdeckungs- oder Entscheidungshilfe nennen.

02

Entscheidungsseiten: Aufrufe und Ausstiege auf Programm, Ausstellerliste, Zielgruppenseiten und Anreise.

03

Weg zur Anmeldung: Zeit zwischen erstem Besuch, Merkliste, Anmeldung und erstem gebuchten Termin.

04

Datenqualität: Anteil vollständig gepflegter Programmpunkte nach dem Zwölf-Felder-Standard.

05

Fehlerquote: Fehler im wiederkehrenden KI-Test für Datum, Ort, Status, Preis und Kernprogramm.

 

Ergänze eine qualitative Kontrolle: Welche Frage konnte ein Gast trotz Website, App und Empfehlung nicht beantworten? Diese Lücke ist meist wertvoller als ein zusätzlicher Reichweitenwert. Sie zeigt, wo Marketing, Programm und Gästeservice noch nicht dieselbe Sprache sprechen.

 

Was das für Corporate Events bedeutet

Nicht jeder Firmenanlass muss öffentlich auffindbar sein. Bei einem internen Leadership Meeting oder einer Generalversammlung steht kontrollierter Zugang im Vordergrund. Die Logik hilft trotzdem: Eine eindeutige Quelle, klare Versionen und vollständige Programmdaten verhindern, dass Einladung, Registration, Kalender und Gästeservice auseinanderlaufen.

Bei einem öffentlichen Kongress oder Kundenevent kommt Sichtbarkeit hinzu. Dann entscheidet die Eventseite nicht nur über Anmeldungen, sondern liefert auch die Grundlage für Partner, Medien, Suchmaschinen und KI-Systeme. Wer diese Grundlage früh pflegt, reduziert Rückfragen und kann die personalisierte Ebene später sauber darauf aufbauen.

 

Häufige Fragen zum Eventmarketing mit KI

Muss jeder Event eine KI-Funktion anbieten?

Nein. Wichtiger ist, dass öffentlich relevante Informationen korrekt, aktuell und gut strukturiert vorliegen. Gäste können dafür ihre eigenen Werkzeuge nutzen.

Reicht Schema.org-Markup für gute KI-Empfehlungen?

Nein. Strukturierte Daten helfen Systemen beim Einordnen. Sie ersetzen weder sichtbare Inhalte noch verlässliche Quellen und garantieren keine Empfehlung.

Soll die alte Eventseite nach dem Anlass gelöscht werden?

Meist nicht. Kennzeichne die Ausgabe als beendet, verlinke auf die nächste Ausgabe und erhalte belegte Rückblicke. So bleibt der zeitliche Zusammenhang verständlich.

Welche Daten braucht eine personalisierte Agenda?

So wenige wie möglich. Häufig genügen freiwillig gewählte Interessen, Rolle und Besuchsziel. Zweck, Nutzung, Weitergabe und Löschung müssen verständlich erklärt sein.

 

Fazit: Sichtbarkeit beginnt mit verlässlicher Information

KI verändert nicht den Grund, weshalb Menschen an Events teilnehmen. Sie verändert den Weg dorthin. Gäste wollen weiterhin lernen, Lösungen vergleichen und Menschen treffen. Neu lassen sie sich bei Auswahl und Vorbereitung von Systemen unterstützen, die öffentliche Informationen in Sekunden verdichten.

Darauf gibt es eine nüchterne Antwort: Halte Name, Datum, Ort, Zielgruppe, Nutzen, Programm und Status eindeutig. Beschreibe Sessions so, dass ihr Wert erkennbar wird. Verbinde diese Informationen technisch sauber, prüfe sie in mehreren Systemen und sammle für Personalisierung nur Daten, die Du wirklich brauchst.

Bei JED Events in Schlieren planen wir Kongresse und Tagungen von der gewünschten Begegnung her. Raum, Technik, Gastronomie und Ablauf arbeiten mit denselben Programmdaten. So bleibt die digitale Vorbereitung verlässlich, und der persönliche Moment vor Ort bekommt die Aufmerksamkeit, die er verdient.

JED Events

Du planst einen Kongress oder eine Fachtagung?

Erzähl uns, für wen Dein Anlass gedacht ist. Wir zeigen Dir, wie Raum, Technik und Ablauf im JED dazu passen.

Anlass anfragen
 

Quellen und Prüfpfad

Quellenstand: 23. Oktober 2026. Die Freeman-Befragung liefert internationale Richtungsdaten mit 77 Prozent Teilnehmenden aus den USA, sie ist keine Schweizer Erhebung. Die IFAS-Seiten dokumentieren Funktionen und Messearchitektur, aber keine Nutzungs- oder Wirkungsbilanz der Ausgabe 2026. Aussagen zur Auffindbarkeit durch KI sind als Planungsimpulse formuliert, nicht als Rankingversprechen. Die zwölf Felder, der 60-Minuten-Check und die Kennzahlen sind redaktionelle Arbeitsvorlagen. Technische und rechtliche Hinweise ersetzen keine Prüfung des konkreten Systems und Datenflusses.

[1]Freeman Trends Report: The Pre-Event Edition, Q4 2026. Freeman, Oktober 2026. Befragung im September 2026 mit 3’459 Personen.

[2]Trends Report: The Pre-Event Edition, Übersicht. Freeman, Oktober 2026.

[3]The AI Paradox Looming Over the Meetings Industry. Skift Meetings, 20. Oktober 2026.

[4]What If AI Thinks Your Event Is Canceled? Skift Meetings, 14. Oktober 2026.

[5]IFAS 2026, Fachmesse für den Gesundheitsmarkt. IFAS, abgerufen am 23. Oktober 2026.

[6]IFAS Community 365. IFAS, abgerufen am 23. Oktober 2026.

[7]Über die IFAS, Facts der Ausgabe 2024. IFAS, abgerufen am 23. Oktober 2026.

[8]Event. Schema.org, abgerufen am 23. Oktober 2026.

[9]Event structured data. Google Search Central, abgerufen am 23. Oktober 2026.

[10]Leitfaden zu den technischen und organisatorischen Massnahmen des Datenschutzes. EDÖB, Januar 2024, Kapitel 5.1.

[11]Informationspflicht. EDÖB, abgerufen am 23. Oktober 2026.

zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Bild eines gedeckten Tischs in der Taverne bei JED Events.
Blog

Fondue im Gewölbe: Weihnachtsessen in der Taverne

Zwanzig Leute sind die undankbarste Grösse für ein Firmenessen: zu wenige für eine Eventhalle, zu viele für den Tisch im Restaurant. Von November bis März wird unser Gewölbekeller zum Fondue-Abend zum Fixpreis – zwölf bis zwanzig Gäste, CHF 108 pro Person

Mehr erfahren
Max Souchay, Eventvisionär aus der Schweizer Eventbranche
Blog

Im Gespräch mit Max Souchay

Maximilian Souchay, Visionär und Meister der Live-Kommunikation, verrät, wie er Emotionen in unvergessliche Erlebnisse verwandelt. Was treibt ihn an? Wir haben es herausgefunden – charmant, neugierig und am Puls der Zeit.

Mehr erfahren
Porträt von Bala Trachsel, CEO der Berner Kreativagentur Republica und Co-Präsidentin der Swiss LiveCom Association
Blog

Ideen sind unser Produkt: Bala Trachsel über KI, faire Pitches und die LiveCom in Bern

KI als Sparringpartner, Nein zu Gratis-Pitches und eine Branche, die in Bern gehört werden will: Bala Trachsel, CEO von Republica und neue Co-Präsidentin der Swiss LiveCom Association, im Gespräch.

Mehr erfahren